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❤️ Der schönste Anmachspruch ist vielleicht gar kein Anmachspruch

Aktualisiert: 31. Juli

Die Angst lebt davon, im Verborgenen zu bleiben.



Der Song „Bye Bye“ von CRO, den ich weiter oben verlinkt habe habe, hat mich dazu inspiriert, diesen Text zu schreiben.


Vielleicht hast du das selbst schon einmal erlebt. Du kommst von der Arbeit, steigst in die U-Bahn und setzt dich auf einen freien Platz. Es ist ein ganz normaler Tag. Du bist müde, denkst vielleicht noch an den Termin von heute Morgen oder daran, was du heute Abend noch einkaufen musst. Ein paar Stationen später steigt sie ein. Vielleicht die schönste Frau, die du jemals gesehen hast. Sie setzt sich dir genau gegenüber, schaut aus dem Fenster, liest ein Buch oder strickt einen Pullover für den Winter, obwohl draußen gerade Sommer ist.


Du schaust immer wieder zu ihr hinüber und denkst dir: Eigentlich würde ich sie jetzt unglaublich gerne ansprechen.

Doch noch bevor du überhaupt den Mund 🫦aufmachst, beginnt dein Kopf Geschichten zu erzählen.


Sie hat bestimmt einen 👩🏼‍❤️‍👨🏼 Freund. Sie wird mich auslachen. Sie findet mich bestimmt komisch. Ich blamiere mich. Bestimmt möchte sie ihre Ruhe haben.


Während dein Kopf bereits den Korb, die Blamage und den peinlichen Heimweg durchgespielt hat, hat sie dich vielleicht noch nicht einmal richtig angesehen.


Und das Verrückte daran?


Vielleicht sitzt sie zehn Minuten später bei ihrer Freundin und sagt:

💬 „Da war heute so ein sympathischer Mann in der U-Bahn. Schade, dass er mich nicht angesprochen hat.“ ❤️


Beide hätten sich vielleicht kennengelernt, zusammen gelacht und einen wunderschönen Nachmittag miteinander verbracht. Doch keiner hat etwas gesagt, weil der Kopf schneller war als die Wirklichkeit.

Dabei könnte es so einfach sein.

Vielleicht nicht leicht. Aber erstaunlich einfach.


Stell dir vor, du gehst auf sie zu und sagst einfach:

💬 „In meinem Kopf ist gerade der Gedanke, dass ich mich nicht traue, dich anzusprechen, weil du so schön bist.“


Ist das nicht eigentlich unglaublich charmant?


❤️ Und genau in diesem Moment beginnt deine Angst, ihre Macht über dich zu verlieren.


Du hast sie angesprochen. Nicht mit einem einstudierten Spruch oder einer Rolle, die du spielen musstest, sondern mit Ehrlichkeit. 🤝 Der Kontakt ist entstanden und genau dadurch konnte überhaupt erst Verbindung entstehen.


❤️ Sie begegnet keinem aufgesetzten Spruch. Sie begegnet einem echten Menschen.


Genau darin liegt für mich die Kraft des Ehrlichen Mitteilens.


😱Die Angst lebt davon, im Verborgenen zu bleiben. Solange sie unausgesprochen bleibt, wirkt sie riesengroß und überwältigend. Doch in dem Moment, in dem du sie aus ihrem Versteck herausholst und aussprichst, verliert sie einen Großteil ihrer Macht.


🧠 Dein Gehirn wird regelrecht entwaffnet.


Beim Ehrlichen Mitteilen gibt es im Grunde nur drei einfache Regeln. Wenn du über deine Gedanken sprichst, beginnst du den Satz mit:


🧠 „In meinem Kopf ist gerade der Gedanke …“


Zum Beispiel:

„In meinem Kopf ist der Gedanke, dass du mich auslachen und ablehnen könntest.”



Wenn du über deinen Körper sprichst, beginnst du den Satz mit:


🫀 „Ich spüre …“


Zum Beispiel:

„Ich spüre Angst in meinem Körper.“

„Ich spüre einen Druck auf meiner Brust.“



Und wenn du über deine Gefühle sprichst, beginnst du den Satz mit:


❤️ „Ich fühle …“


Zum Beispiel:

„Ich fühle Traurigkeit.“

„Ich fühle Ohnmacht.“

„Ich fühle Freude.“


Viele machen den Fehler und sagen: „Ich bin ängstlich.“ Oder: „Ich habe Angst.“ Doch damit identifizierst du dich mit der Angst. Du bist nicht die Angst. Du spürst Angst in deinem Körper, weil dein Kopf gerade einen Gedanken denkt. Genau dieser Gedanke erzeugt die Angst in deinem Körper.


✨ Merkst du den Unterschied?


Du bist nicht deine Angst. Du bist der Beobachter. Du beobachtest lediglich einen Gedanken, der dir Angst bereitet.


🧠 Gedanken sind keine Tatsachen. Sie sind Geschichten, die dein Gehirn erzählt. Stell dir vor, dein Kopf wäre ein Drehbuchautor. Den ganzen Tag schreibt er Geschichten. Manche stimmen. Viele werden niemals eintreten. Und wenn du diese Geschichten oft genug glaubst, werden sie irgendwann zu deiner Wirklichkeit. Deshalb entsteht Angst häufig gar nicht durch das, was gerade passiert, sondern durch das, was dein Kopf glaubt, dass passieren könnte. Hinter der Angst steckt oft noch etwas viel Tieferes: die Angst, nicht gut genug zu sein. Und hinter dieser Angst verbirgt sich häufig Scham.



💙 Ein kleiner Einblick in meine Praxis


Viele Männer, die mich besuchen, sagen am Anfang: „Ich bin total nervös.“ Und jedes Mal beobachte ich dasselbe. Eigentlich meinen sie gar nicht: „Ich bin nervös.“ Genauer wäre wahrscheinlich: „Ich fühle Nervosität.“ Oder: „In meinem Kopf ist gerade der Gedanke, dass du mich vielleicht ablehnen könntest.“ Trotzdem berührt es mich jedes Mal, wenn sie ihre Nervosität überhaupt aussprechen. Denn in diesem Moment gehen sie bereits in Kontakt, anstatt sich zurückzuziehen, zu erstarren oder ihre Unsicherheit hinter einer Rolle zu verstecken.


Genau deshalb kann ich auf sie eingehen. Ich kann ihnen sagen: 🤍 „Du bist hier sicher. Du musst nichts leisten. Come as you are. Du darfst einfach so sein, wie du gerade bist.“ Und häufig sehe ich schon nach wenigen Minuten, wie die Anspannung langsam aus ihrem Körper weicht. Nicht, weil ich etwas Besonderes gemacht habe, sondern weil Ehrlichkeit Verbindung schafft.


🌿 Wenn du also das nächste Mal merkst, dass deine Angst dich überrollt und du dich ihr ausgeliefert fühlst, dann erinnere dich vielleicht an diesen einen Satz:

🧠 „In meinem Kopf ist gerade der Gedanke …“


…und dann sprich ihn einfach aus.


Nicht perfekt.

Nicht besonders mutig.

Sondern einfach ehrlich.


Denn genau in diesem Moment hört dein Kopf auf, heimlich Geschichten über dich zu erzählen. Du holst sie ans Licht und nimmst ihnen dadurch ihre Macht. Vielleicht verschwindet die Angst nicht sofort. Aber sie bestimmt nicht länger dein Handeln.


❤️ Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben.

Mut bedeutet, ehrlich zu sein, obwohl man Angst hat.


Vielleicht lebst du seit zwanzig Jahren mit deiner Partnerin zusammen und trotzdem fühlt ihr euch fremd. Vielleicht habt ihr schon lange keinen wirklichen Kontakt mehr. Vielleicht redet ihr nur noch über den Einkauf, die Kinder oder den nächsten Urlaub, aber schon lange nicht mehr darüber, was euch wirklich bewegt. Und vielleicht sehnst du dich einfach danach, einem Menschen wieder wirklich nah zu sein.


Ich glaube, dass dieser Weg nicht bei der anderen Person beginnt.

Er beginnt bei dir.


🌿 Damit, deine Gedanken wahrzunehmen.

🫀 Deinen Körper wieder zu spüren.

❤️ Deine Gefühle zu fühlen.

🗣️ Und den Mut zu haben, all das ehrlich mitzuteilen.


Wenn dich diese Gedanken berühren und du lernen möchtest, deine Gedanken bewusster wahrzunehmen, deinen Körper wieder zu spüren, deine Gefühle zu fühlen und dich ehrlich mitzuteilen, dann freue ich mich, wenn du meinem Kanal folgst.


🤍 Denn echte Verbindung beginnt immer dort, wo wir aufhören, Rollen zu spielen und anfangen, uns wirklich zu zeigen.


Und vielleicht verändert Ehrliches Mitteilen nicht die ganze Welt.


Aber vielleicht verändert es die Welt zwischen zwei Menschen.

 
 
 

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